Dorfrunde: Die Schule

Bis 1867 wurden die Kinder ausschließlich im damaligen Küsterhaus am Kirchberg unterrichtet. Dort mangelte es an Platz und man baute etwas weiter südöstlich eine neue Schule. Diese Schule war schnell baufällig, sodass an derselben Stelle im November 1888 das heutige Gebäude eingeweiht wurde. Die Volksschule verfügte über drei Klassenräume sowie zwei Lehrerwohnungen in der ersten Etage und zwei weitere Wohnungen im Dachgeschoss.

Der Unterricht begann ursprünglich in den kirchlichen
Küsterschulen mit Beten, Lesen und Singen. Erst nach Grün-dung des Deutschen Kaiserreichs übernahm der Staat mit dem Schulaufsichtsgesetz von 1872 offiziell die Schulzuständigkeit, welche vorher in der Hand der Kirche lag. Im ländlichen Raum, wie eben in Hittfeld, fungierten aber Superintendenten und Pastoren noch bis zum Ende des Ersten Weltkrieges weiterhin als Schulinspektoren.

In den teils überfüllten Klassenräumen waren die hygienischen Zustände oft schlecht. Ein Schreiben an die königliche Regierung in Lüneburg 1891 enthielt die Bitte für die Anschaffung von Spucknäpfen in den Klassenräumen, welche damals etwa gegen Tuberkulose Verwendung fanden. Modernisierungen und bauliche Anpassungen sollten die Verhältnisse verbessern. 

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